Multikopter Schule XMS
Anti Crash Training

Praktischer Kenntnisnachweis - Befähigungsnachweis - Fachkunde Nachweis


Der Gesetzgeber im Bereich Luftverkehrsrecht verlangte zwar bisher (siehe neue EU-Regeln jetzt ab 900gr/80Joule) zunächst "nur" ab 2kg einen theoretischen Kenntnisnachweis, aber etliche Landesluftämter fordern teils unabhängig von dieser Gewichtsgrenze für notwendige "Verbotsausnahmegenehmigungen" oder Einzelgenehmigungen sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Kenntnisnachweis, der auch "Befähigungs-Nachweis" genannt wird. Damit soll sichergestellt werden, dass die Piloten auch in Krisensituationen das Fluggerät manuell beherrschen, ohne die sonst üblichen "automatischen Stützsysteme" wie Hindernissensoren oder GPS-Positionssysteme.

Was die wenigsten Wissen - Achtung - Haftungsproblem: DGUV-Vorschriften!

Tatsächlich wird auch auf anderer gesetzlicher Ebene eine solcher "Befähigungsnachweis" erforderlich. Im Rahmen der Anforderungen der gesetzlichen Unfallversicherer (VBG.de bzw. DGUV und BG ETEM) muss ein Arbeitgeber sowohl für eigene Angestellte als auch für beauftragte Dienstleister bei dem Einsatz von sicherheits- bzw. verletzungsrelevanten (Thema Arbeitsschutz bzw. Arbeitssicherheit - siehe §5 Arbeitsschutzgesetz) Produktionsmitteln auf den Nachweis von "Fachkenntnissen" bestehen. Ansonsten ensteht hier eine weitere potentielle "Versicherungslücke" und Haftungsrisiko. Beispielsweise braucht seit 2015 so selbst ein "Kamera-Kran-Operator" einen solchen Fachkunde Nachweis. Einige Sender beschäftigen selbst Freelancer nur noch, wenn sie entsprechende Zertifikate vorlegen können.

Sowohl der Drohnenführerschein (als theoretischer Kenntnisnachweis) als auch der praktische Kenntnisnachweis als "Befähigungsnachweis" stellen für den Einsatz von Drohnen eine solchen "Fachkundenachweis" dar.  Beide müssen bei sogenannten "anerkannten" Stellen wie u.a. der Multikopterschule XMS (beim LBA unter Michael Radeck DE.AST.025 geführt) durchgeführt werden.

Weitere Informationen finden Filmproduktionsfirmen und Kameraleute bei der Berufsgenossenschaft BG ETEM unter dem Stichwort "Kamerabewegungssysteme" (Hubwägen, Kräne, Drohnen (frei fliegende Systeme), Cablecams, Roboter etc.) oder "Sicherheit am Set" und "Gefährdungsbeurteilung. (Text-Ausschnitte siehe weiter unten).


Der praktische Kenntnisnachweis wird bei uns in der Regel als Einzeltraining auf Individual-Termin-Basis angeboten, er entspricht unseren "Anti-Crash-Training" und ist ausschließlich für gewerbliche Piloten gedacht. Der Preis beginnt bei 350 Euro netto und dauert ca. 4h. Die Prüfung dazu wird meist an einem weiterem Individualtermin durchgeführt, da etliche Teilnehmer  nach dem Training noch in weitere Übungszeit investieren müssen, um die nötige Flugpraxis zu erlangen, die für die geforderten manuellen Flugmanöver erforderlich ist. Die praktische Prüfung kostet 99 Euro netto als separater Termin und 79 Euro netto als angehängter Termin. Wir stellen für die praktischen Übungen zusätzliche Drohnen, denn etliche Drohnen verfügen mitunter gar nicht über entsprechende Funktionen, um manuelle Flugmanöver ohne GPS üben zu können. Die Leihstellung der Drohnen während der Übung oder Prüfung  ist im jeweiligen Preis enthalten.


Hier ein Originalauszug "FAQ" Landesluftamtsbehördeninfo:

Wann benötige ich einen Kenntnisnachweis / "Drohnenführerschein"?

Für unbemannte Fluggeräte über 2 kg Abflugmasse, beim Betrieb von Nicht-Multicoptern (z. B. Modellflugzeug, Modellhelikopter) über 100 m Höhe oder ab einer Risikostufe 3 gem. SORA-GER ist ein Kenntnisnachweis gem. § 21a Abs. 4 LuftVO erforderlich. (Kommentar: hier geht es vor allem um zusätzliche Anforderungen neben LuftVG und LuftVO auch für Geräte unter 2kg, wenn die Gefährdungsbeurteilung des Fluges eine bestimmte Risikobewertungsstufe überschreitet, was bei den allermeisten Flügen in dicht besiedelten Gebieten der Fall ist!)


Brauche ich auch einen Nachweis der Flugpraxis?

Für die Erteilung einer Betriebserlaubnis oder einer Ausnahme vom Betriebsverbot ist neben dem o. g. Kenntnisnachweis zusätzlich ein praktischer Nachweis über den sicheren Umgang mit unbemannten Fluggeräten (Befähigungsnachweis) vorzuweisen. Diesen erhalten Sie durch ein Seminar oder eine Schulung für Multicopter (idealerweise bei einer anerkannten Stelle)...

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Grundsätze für Auswahl, Ausbildung und Befähigungsnachweis für "kamerabewegende" Systeme wie Drohnen oder Kamerakräne (DGUV/BGETEM Auflagen):

Der Unternehmer darf mit dem selbständigen Bedienen nur Personal beauftragen, die nachfolgende Anforderungen erfüllen:

- Mindestalter 18 Jahre
- Eignung für diese Tätigkeit
- Ausbildung und Nachweis der Befähigung

Die Beauftragung muss schriftlich erteilt werden, Dies Ausbildung und Prüfung muss durch besonders befähigte Personen mit überdurchschnittlichem Fachwissen und Kenntnissen der Betriebsweisen erfolgen (Kommentar: daher muss sie bei Drohnen durch eine anerkannte Stelle - AST erfolgen).

Zur Ausbildung gehören außer einer theoretischen Wissensvermittlung auch der Erwerb einer ausreichenden Praxis sowie Fähigkeit, Mängel zu erkennen, die die Sicherheit beeinträchtigen (Kommentar bei Drohnen: Maintenence-Pflichten! Service-Protokolle; Sichtprüfung; DGUV v3 etc., Lagerung- und Transport-Regeln von Gefahrgut kennen und beachten)
Die Befähigung ist in einer theoretischen und Praktischen Prüfung nachzuweisen. Die körperliche Eignung ist durch arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen festzustellen - siehe auch BG-Grundsatz "Berufsgenossenschaftliche arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen G25 'Fahr- Stuer- und Überwachungstätigkeiten'" (BGG 904-25). 
Der Kameraschwenker muss verantwortungsbewusst handeln.

HIer die passenden Screenshots aus dem "whitepaper" der BGETEM:



 







praktische Eigenerklärung / Praxisnachweise für A2 nach den kommenden EU-Regeln: gemäß AMC2 UAS.OPEN.030/2b

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